
Roche (VD)
Jahresbericht 2008 |
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Grusswort des Präsidenten An der Schwelle zum neuen Jahr blicken wir dankbar zurück und stellen fest, dass das Orgelmuseum seinen Zweck nach wie vor erfüllt. Die Zahl der Führungen auf Anfrage ist zufrieden stellend und das Konzertpublikum nimmt stetig zu; dies freut uns ganz besonders. Erfreulich war ebenfalls die Teilnehmerzahl der wunderschönen Reise nach Luxemburg und in die Lorraine. In diesem Sinne geht das Jahr 2008 als durchaus positiv in die Geschichte des Orgelmuseums ein, worüber wir sehr froh sind. Im Ausblick auf 2009 hofft der Vorstand, mit gezielter persönlicher Werbung die Mitgliederzahl anheben zu können. Ihre Unterstützung ist für uns sehr wertvoll; die Existenz und das Umfeld des Museums werden damit weitgehend gewährleistet und darüber sind wir froh. Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern und Gönner ein gutes neues Jahr! Jean-Pierre Candaux
Museumsbesuche Wir bleiben weiterhin beim bewährten Modus, Führungen auf Anfrage festzulegen. Erfreulich ist die Tatsache, dass im vergangenen Jahr2031 Besucher sich durch J.J. Gramm fesselnde und kompetente Orgelvorführungen mit Kommentar begeistern liessen.
Ausstellung Unter Exponate in unserer Sammlung sind keine Nennenswerte Änderungen. Jedoch können wir einige kleine Ergebnisse erörtern die den Besuchern Freude machen können. Im Bereich der Schul-Orgel wo die Instrumente von und für die Schulkinder gebaut wurden, mögen Sie sich an die Tisch-Orgel mit Karton-Pfeifen erinnern; desgleichen für die Portatif-Orgel von zwei Oktaven aus dem Gymnasium Heerbrugg, und die sehr alte Hausorgel von Mättenbach, die nun 2009 uns verlassen wird, um bei Kuhn AG in Männedorf fachmännisch restauriert zu werden. Jedoch können Sie unmöglich eine gebastelte Orgel vergessen, die von Schülern im Pro-Gymnasium Elysée in Lausanne 1970 bis 1971 gebaut wurde, und in der Kathedrale zum Schulfest von unserem geliebten André Luy offiziell eingeweiht wurde! Dort wurde darauf das Instrument im Turnsaal des Gymnasiums den nicht immer Musikliebenden Kindern überlassen, was die Orgel dann zur Ruine verhalf. Dank der Vorsorgen des damaligen Sekretärs sowie des Direktors durfte das Instrument Einzug ins Orgelmuseum, das in Essertes war, geniessen. Da wurde es repariert, aufgearbeitet und dem Publikum von 1982 an, vorgestellt und gespielt. Nach 1983 nach Roche versetzt, geniesst diese Orgel ein 26 jähriges Dassin bei uns, trotz seiner 37 Jahre und befindet sich wohlauf in gutem Zustand. Weihnachtsgeschenk; die als Leihgabe belassene Orgel wurde uns nun als Dauer-Gabe übergeben, ein Geschenk der Stadt Lausanne, Sektor Jugend und Sport. So ist das Instrument nicht mehr „Asylsuchend“ zu betrachten, sondern als „Integriertes Familien-Mitglied“, ein Zeuge von handwerklichem Könnens einer gut geführten Jugend. Ein sonorvolles Dankeschön an Lausanne. Einige andere Exponate sind von unseren Besuchern in Erinnerung. Warum diese nun heute vermerken wie wenn es sich um Neuheiten handeln würde? Als Sie ins Museum Einzug hielten waren sie als blosse Leihgabe da, denn der Besitzer wollte sich nicht endgültig davon trennen. Mit der Zeit merkte er aber doch, dass er Schliesslich damit nichts weiteres unternehmen werde, und die Objekte im Museum gut aufbewahrt und bewundert werden. So sind folgende Exponate vom Status Leihgabe zum Geschenk übersiedelt :
Das Gehäuse der
ehem. Orgel der Christ-Kath. Kirche Möhlin (AG), Empire-Styl 1810, das
die Ost-Mauer des Museum verdeckt. Ein eigenartiges Kunstwerk ist eingetroffen, eine Domkirche inspiriert von französischen Kathedralen. Das Meterhohe Modell wurde von unserem Mitglied Pierre Golaz innert 59 Jahre gebaut, mit Innen-Ausstattung, 2 Orgeln, Fenster, Glockenspiel im Turm, usw. Wird zum Ausstellen seit dem 1. mai 2009 hergerichtet. Schliesslich sind noch zwei Tisch-Harmoniums von 2, resp. 3 Oktaven, und Hand-Blasebalg eingetroffen, Marke Kasriel , Paris. An all diesen Gönnern, Christ-Kat. Gemeinde Möhlin, Frau Lise Cugnet in Morges, Herren Golaz Lausanne und Grisel Froideville, sowie unserm Konservator J.J. Gramm, unser wärmster Dank.
Landwirtschaftliches Gebäude, sog. Museum No 2. Es kann Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen sein, dass uns dieses Gebäude Seit längerer Zeit Sorgen bereitet. Nun ist die Situation prekär (siehe Beilage) und ein sofortiges Handeln unumgänglich ! Wir müssen die nötigen Mittel zur Sanierung des Daches finden ! Unsere vielseitigen Bemühungen, von privater Seite Hilfe zu erhalten, sind Gescheitert. Deshalb richten wir im Beiblatt die dringliche Bitte an alle Mitglieder, uns zu helfen.
Rechtslage Ebenfalls beiliegend finden Sie eine Erklärung, wonach Sie eventuelle Spenden steuerrechtlich in Abzug bringen dürfen. Verwaltung des Museums Seit der letzten „Triennale“ hat sich die Zusammensetzung des Komitee nicht Verändert und setzt sich wie folgt zusammen : Jean-Pierre Candaux, Präsident Dominique Morisod, Vizepräsident Michel Chammartin, Kassier Jean-Jacques Gramm, Museumsleiter Doris Maillard, Mitglied Dora Hegg-Waelti, Mitglied Pierre Margot, Mitglied Philippe Aquoise, Mitglied und Museumsberater François Gerber, Mitglied Die Sekretärin, Nelly Gallaz, gehört dem Komitee nicht an und ist nicht Stimmberechtigt. Als Rechnungsrevisor amtiert nach wie vor Marcel Lüthi. Stets an der Arbeit ist die kulturelle Kommission, zuständig für Aktivitäten sowie die zuständigen Personen für den Ablauf der Museumstätigkeiten. Wie überall freuen wir uns über neue Mitglieder, aber es gibt auch Austritte infolge Krankheit oder Tod.
Aktivitäten 2008 Dank der grosszügigen Mithilfe der „Fondation du Casino Barrière“ konnte der Eingang zum Museum neu gestaltet werden. Nun entspricht die Gartenanlage auch dem altehrwürdigen Haus und die Besucher freuen sich darüber. Während des Jahres wird der Unterhalt der Grünfläche durch das Gemeinde-personal besorgt.
Konzerte 2008 491 Personen wohnten unseren Samstagskonzerten bei, welche vom 28. Juni bis 30. August jeweils um 17 Uhr stattfanden. Folgende Künstler Innen haben uns mit vielseitiger Musik beglückt: Heinz Balli, Denis Fedorov, Rodolfo Bellatti, Olga Grigorieva, Dominique Breda, Sebastian Vonlanthen, Edmond Voeffray und Dario Maldonado sowie Umberto Salvagnin und Claude Pahud. Alle erwähnten Musiker Innen erfreuten das jeweilige Publikum durch individuell gestaltete Programme und Kommentar; einige luden sich gleich selber wieder ein, bei der nun folgenden Saison wieder zu spielen.
Ausstellungen Wir sind auf bestem Wege zu einer „Kunstgalerie“! Im Berichtsjahr waren bei uns folgende Künstler mit ihren Werken zu Gast: Marcel Dietler mit besinnlichen Bildern, Magali Kocher, Chantal Wessels, Deborah Grosjean, Pascale Faivre d’Arcier und Tanja Sobczak mit Scheiben, Myrtha Ruegg mit Skulpturen und Georges Ruegg als Maler mit seinen Werken. Letzterer beglückte einige Anwesende mit einem vorort gemalten Bild, einer Zeichnung, was bei den Auserkorenen grosse Begeisterung auslöste. Aus Yvorne begrüssten wir Maurice Guntz mit seinen Bildern aus Holz und Schiefer, Guy Paschoud, Jean-Michel Perret und Jean Amiguet wiederum zeigten ebenfalls Bilder. Alle Künstler waren begeistert vom Umfeld, die wenigsten unter ihnen hatten das Museum gekannt. Gesamthaft waren alle Ausstellungen ein Erfolg, vor allem aber der Tag der Vernissagen; dort vereinigten sich am meisten Angehörige der jeweiligen Künstler.
Tagesausflug Derselbe führte am 31. Mai 2008 nach Ste-Croix. 60 Personen waren zugegen um die neu restaurierte Orgel in Yverdon durch Guilhem Lavignotte zu hören. Im Laufe des Tages besuchten wir noch die Kirche in Ste-Croix mit Christiane Gilliéron und hörten die Orgel in la Côte-aux-Fées mit Jean-Samuel Bucher.
Herbstreise Sie fand vom 5. bis 11. Oktober statt und 39 Teilnehmer freuten sich, die Gegend der Lorraine sowie Luxemburg kennen zu lernen. Als Hauptleiter wirkte unser Vizepräsident, Dominique Morisod unter Mithilfe von Dominique Bréda, Organist in Nancy und Dora Hegg. Dominique Bréda spielte bereits im vergangenen Jahr im Museum und wir werden ihn dieses Jahr erneut begrüssen dürfen. Positive und dankbare Rückmeldungen für das Gelingen der Reise mit ihrer Vielfalt entschädigten die Organisatoren reichlich für Ihre Arbeit.
Ausblick für das laufende Jahr Beflügelt durch den Erfolg mit unseren Aktivitäten planen wir wie folgt : Konzerte : dieselben beginnen am 4. Juli und enden am 29. August, jeweils um 17 Uhr. Wir werden altbekannte Organisten antreffen, neue Menschen kennen lernen und hie und da spielen auch Duo, z.B. Orgel-Akkordeon mit Viola, Orgel und Gesang sowie Orgel mit Violine und Viola im Wechsel. Das Programm liegt bei und nähere Angaben ersehen Sie unter www.orgue.ch Wiederum werden im Sommer Künstler aller Art Ihre Werke präsentieren: Scherenschnitte, Marionetten, Porzellanmalerei u.a.m. Es wird auch Veranstaltungen mit Workshop und Marionetten geben sowie literarische Stunden für Erwachsene und Märchenerzählungen für Kinder. Auch hier verweisen wir auf unsere Webseite
Tagesausflug Am 20. Juni werden wir in den Jura fahren, vorgesehen sind Orgelvorführungen in Ste-Ursanne und Bellelay sowie Reconvilier. Das Mittagessen wir im speziellen Ambiente des Klosters Bellelay serviert. Das Programm liegt bei – Anmeldung und Einzahlung bis 15. Mai. Wir freuen uns auf diesen Ausflug.
Herbstreise Wir werden die Lombardei und Mailand besuchen. Diesmal zeichnen als Verantwortliche für die Organisation Dominique Morisod und Guy Bovet. Vielseitige musikalische Erlebnisse erwarten uns und manche Entdeckung wird uns begeistern. Die Voranmeldung erfolgt wie immer bis zum 30. April und das Detailprogramm mit Einzahlungsschein wird danach für Interessierte folgen. Auch hier verweisen wir zu gegebener Zeit auf www.orgue.ch
Mitgliederwerbung Wie Sie sicher feststellen, wird das Orgelmuseum dank vielfältiger Aktivitäten einem immer grösseren Kreis bekannt, aber wir dürfen die Mitgliederwerbung nicht vergessen. Direkte persönliche Ansprache wirkt noch immer am besten ! Deshalb unser Aufruf: werben Sie in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis, verweisen Sie auf die Ausflüge und Reisen! Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Mithilfe und Ihr Wohlwollen um der Sache willen !
Dank Wie oben erwähnt, sind wir Ihnen für jede Geste – finanziell oder durch Werbung – sehr dankbar. In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere erspriessliche und beglückende Jahre mit dem Orgelmuseum!
Das Komitee
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